Test Ni no Kuni

Wir durften bereits den lang ersehnten Titel Ni no Kuni spielen. Hier ist unser Eindruck.

Ni no Kuni Cover

Handlung:

Es fängt alles mit Oliver, dem Protagonisten des Spieles an. Er ist ein gewöhnlicher Junge, welcher mit seiner Mutter zu hause lebt. Er ist ein Schulkind, mit einem großen Interesse an Autos. Sein Freund Philip und er bauen insgeheim selbst an einem fahrbaren Gefährt. Als sie dieses jedoch nachts auf die Probe stellen, verliert Oliver die Kontrolle über den Wagen und steuert rasend auf einen anliegenden Fluss zu. Jedoch eilt ihm trotzdem seine Mutter zur Hilfe und rettet ihren eigenen Sohn aus dem Fluss. Durch eine Herzattacke stirbt sie jedoch im Anschluss.
Oliver ist geschockt und verfällt in tiefe Trauer. Als später eine Träne auf sein Plüschtier fällt, erwacht es zum Leben. Dieses Stofftier ist Tröpfchen, eine Fee, die ihn auf seinen Abenteuern begleitet. Er weiht Oliver in die Geschehnisse einer Parallelwelt ein. Das Problem ist, dass der finstere Zauberer Shadar dort sein Unwesen treibt, und dass eine mächtige Hexe ihm gegenüber nicht wohl gesonnen ist. Oliver soll helfen und ist dazu auserwählt, diese Parallelwelt zu retten und Shadar zu bekämpfen. Als Belohnung könnte ihm die eventuelle Rettung seiner Mutter winken.
Alle Personen in der realen Welt haben einen Seelenverwandten in der Parallelwelt, welcher stark mit ihnen verbunden sind. Sollte sich der Zustand von einen der beiden ändern, kann sich dies auf den anderen Seelenverwandten ausschlaggebend auswirken. Da der Seelenverwandten von Olivers Mutter etwas zugestoßen ist, ist die Mutter gestorben. Daher hat Oliver die Möglichkeit, seine Mutter zu retten, in dem der die Seelenverwandte seiner Mutter rettet. Oliver entschließt sich dazu, die Paralellwelt zu retten und ein Magier zu werden, um seine Mutter retten zu können.

Gameplay
Die Außenfläche im Spiel wirkt wie eine große Minimap. Dort sieht man sich meißt aus der Vogelperspektive Sie ist weder zu groß, noch zu klein, und büßt trotz ihrem kompakten Designs keine Qualität ein. Dadurch bleiben lange und lästige Reisezeiten erspart. Sobald man eine Stadt, ein Gebäude oder einen Dungeon betritt, befindet man sich in einer Umgebung, die im Maßstab realistisch ist.
Das Kampfsystem ist ein rundenbasiertes System, wie man es aus anderen japanischen RPG’s bereits kennt.
Im Laufe des Spieles kann man immer mehr Vertraute ins Boot holen, und ein zweiter Charakter kommt auch noch dazu. Vertraute kann man im Kampf stellvertretend kämpfen lassen, jedoch ist die Anzahl der Vertrauten im Kampf pro Charakter auf 3 limitiert. Ebenfalls limitiert sind die Techniken, die ein Vertrauter im Kampf nutzen kann. Man muss sich vor dem Kampf dafür entschieden haben, welcher Vertrauter welche Technik zur Verfügung haben soll, ansonsten wird es schwierig. Zu beachten ist auch, dass jeder Vertrauter nur über eine bestimmte Zeitspanne kämpfen kann, da er nach dieser Zeitspanne erschöpft ist. Die Charaktere und die Vertrauten können gelevelt werden. Wenn ein Monster getötet wird, erhalten alle Charaktere und Vertrauten, die in dem Kampf die theoretische Möglichkeit gehabt hätten mitzuwirken, Erfahrungspunkte. Als Spieler kann man in den Kämpfen nur eine Kreatur (Charakter oder Vertrauter) gleichzeitig spielen. Der andere Charakter mit seinen Verbündeten wird dann von der KI übernommen, dessen Strategie man im Kampf einstellen kann. Diese Strategie klappe nicht immer so, wie man sie haben will. Natürlich besteht im Kampf die Möglichkeit, dass der Spieler den Charakter bzw Vertrauten, den er spielen will, wechseln kann.
Das Aufwerten der Charaktere und Vertrauten ist durch Rüstungen und Waffen realisierbar. Die Kampfwerte von Vertrauten kann man mit Speisen erhöhen, und durch Evolution können sie sich weiterentwickeln.

Das Feeling beim Spielen
Das Feeling beim Spielen wird größtenteils durch den dauerhaft präsenten Studio Ghibli Zeichenstil geprägt, sowie von der Musik, die von Joe Hisaishi geschaffen wurde, beeinflusst. Joe Hisaishi ist durch seine musikalischen Werke für Studio Ghibli bekannt.
Der Einfluss, den Studio Ghibli bei der Produktion hatte, ist deutlich zu spüren. So werden z.B. teilweise Anime-Cutscenes gezeigt. Die Cel-Shade-Grafik erzeugt während des kompletten Spieles die magische „Studio-Ghibli-Atmosphäre“. Daher lässt sich Ni no Kuni passend als spielbaren Studio Ghibli Animefilm umschreiben.

Fazit
Das Kampfsystem wirkt ausgereift und hält viele Möglichkeiten für taktischen Spielspaß offen. Ebenso ist es Level-5 und Studio Ghibli gelungen, eine spannende Geschichte eines Jungen gemeinsam mit einer kräftigen Portion Studio-Ghibli-Feeling in ein Spiel mit einem Umfang von über 30 Spielstunden zu verpacken. Leider trübt die verwaschene Grafik diesen Eindruck leicht. Viele Nebenaufgaben sorgen dafür, dass es in Ni no Kuni immer lohnenswerte Beschäftigungen neben der Storyline gibt. Die japanische Synchronisation sowie die englische sind es absolut wert, gehört zu werden. Die Übersetzung der deutschen Untertiteln ist sehr gelungen, und was Monsternamen angeht, humorvoll. Für Animefans und Studio Ghibli Fans ist das Spiel auf jeden Fall zu empfehlen, und auch J-RPG-Spieler werden mit diesem Spiel viel Spaß haben. Uns hat das Spiel sehr gut gefallen.

Bewertung:
Story: 10/10
Sound: 10/10
Grafik: 9/10
Gameplay: 9/10
Gesamt: 9/10

Verfasser: Kaito Cross

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